Südkorea Rundreise-2025
Im September 2025 haben wir eine ganz besondere Reise unternommen – eine Rundreise durch Südkorea, ein Land voller Kontraste, Kultur und moderner Dynamik. Vom pulsierenden Seoul über historische Städte wie Gyeongju bis hin zur Hafenmetropole Busan haben wir die Möglichkeit genutzt, die Vielfalt des Landes hautnah zu erleben. Dank des schnellen und komfortablen KTX-Zugs (Korea Train Express) konnten wir auch weite Strecken entspannt zurücklegen und die unterschiedlichen Regionen Südkoreas bequem entdecken. Der goldene Herbstmonat September bot uns dabei nicht nur angenehme Temperaturen, sondern auch atemberaubende Landschaften in leuchtenden Farben. Es war eine unvergessliche Erfahrung.

mit dem Zug durch Südkorea
Unsere Reise begann in Frankfurt und führte uns nach Seoul. Von dort aus machten wir uns auf, die faszinierenden Städte Gyeongju, Busan, Daejeon und Jeonju zu erkunden, bevor es wieder zurück nach Seoul ging.
Die KTX-Züge, eine Weiterentwicklung des französischen TGV, waren zwar nicht mehr die neuesten, dafür jedoch äußerst gepflegt und sauber. In der ersten Klasse erwartete uns sogar ein kleines „Care-Paket“, und am Ende jedes Wagens stand ein Automaten, an dem man sich kostenfrei mit Wasser versorgen konnte.
Seoul - Gyeongbokgung (Kaiserpalast)
Der Gyeongbokgung-Palast in Seoul wurde 1395 während der Joseon-Dynastie von König Taejo erbaut und war das Zentrum der koreanischen Monarchie. Im Laufe der Geschichte wurde der Palast mehrfach zerstört, unter anderem im Imjin-Krieg und während der japanischen Besatzung (1910-1945), die etwa 80 % des Palasts abriß. 1990 begann die südkoreanische Regierung mit der Restaurierung, und bis 2009 waren rund 40 % der Originalstruktur wiederhergestellt. Der Palast ist für seine historische Bedeutung und prächtigen Gebäude wie Geunjeongjeon und Gyeonghoeru bekannt.
Seoul - Hanok-Dorf Bukchon (북촌한옥마을)
Das Hanok-Dorf Bukchon liegt zwischen den Palästen Gyeongbokgung und Changdeokgung sowie dem Jongmyo-Schrein. Es entstand in der Joseon-Zeit als Wohngebiet des Adels und hat seinen historischen Charakter weitgehend bewahrt, ergänzt durch einige Hanok-Bauten aus den 1930er Jahren. Bei Spaziergang durch die Gassen fühlten wir uns ein wenig nach Kyoto in das Gion-Viertel zurückversetzt.
Seoul - alter Bahnhof und Seoullo 7017
Der alte Bahnhof von Seoul ist ein historisches Wahrzeichen. Er wurde 1925 eröffnet, 2004 mit der Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs stillgelegt und 2011 als Kultur- und Ausstellungszentrum wiedereröffnet, wobei seine charakteristische Architektur erhalten blieb. Direkt daneben verläuft die Seoullo 7017, eine rund einen Kilometer lange, begrünte Fußgängerpromenade auf einer ehemaligen Hochstraße. Mit über 24.000 Pflanzen fungiert sie als botanischer Garten im Herzen der Stadt und schafft wertvolle urbane Grünflächen.
Seoul - Namdaemun-Markt (남대문시장)
Unser Hotel befand sich direkt am Namdaemun-Markt, dem größten traditionellen Markt Koreas, der 1964 eröffnet wurde. Hier findet man eine beeindruckende Vielfalt an Waren – von Kleidung und Küchenutensilien über Spielzeug, Schreibwaren und Accessoires bis hin zu Blumen, Ginseng sowie Wander- und Angelausrüstung. Viele Händler stellen ihre Produkte selbst her, weshalb sie zu besonders günstigen Preisen angeboten werden. Der Markt erstreckt sich nicht nur über die Straßen, sondern auch unter die Erde, wo sich zahlreiche weitere Geschäfte verbergen. Und ratet mal, wer hier besonders oft zu Gast war.
Seoul - Myeongdong Night Market (명동)
Der Myeongdong Night Market liegt in Myeongdong einem Stadtteil von Seoul und ist für sein Shopping und Streetfood bekannt. Vor allem am Abend kann man das lebhaften Treiben mit vielen Essensständen bewundern. Es werden traditionelle und moderne koreanische Snacks angeboten.
Seoul - Demilitarisierte Zone (DMZ)
Ein Tagesausflug führte uns zur DMZ, der demilitarisierten Zone an der Grenze zu Nordkorea. Diese Zone wurde am 27. Juli 1953 im Rahmen des Waffenstillstandsabkommens zwischen Nord- und Südkorea eingerichtet. In der Mitte verläuft die Demarkationslinie, flankiert von einer Pufferzone, die sich auf beiden Seiten etwa 2 km weit erstreckt.
Seit über sechs Jahrzehnten schützt der eingeschränkte Zugang für Zivilisten die Natur der DMZ, wodurch sich das Gebiet zu einem nahezu unberührten Naturparadies entwickelt hat. Viele Eindrücke blieben uns jedoch vorbehalten, da das Fotografieren nur unter strengen Auflagen gestattet ist.
Gyeongju
Gyeongju liegt im Südosten Südkoreas in der Provinz Gyeongsangbuk-do nahe dem Japanischen Meer. Als ehemalige Hauptstadt mit zahlreichen historischen Stätten ist die Stadt ein bedeutendes Touristenziel. In der Umgebung befinden sich die Industriezentren Pohang und Ulsan, zudem prägen Hügel des Taebaek-Gebirges das Stadtgebiet. Unser Lager schlugen wir am Pomun ji See auf und genossen die Ruhe abseits vom Trubel.
Gyeongju - Bulguksa-Tempel (불국사)
Bulguksa ist ein buddhistischer Tempel in Gyeongsangbuk-do, Südkorea, 16 km südöstlich von Gyeongju, der ehemaligen Hauptstadt des Silla-Königreichs. Er gilt als Meisterwerk der buddhistischen Kunst aus dieser Zeit und beherbergt sieben Nationalschätze Südkoreas, darunter zwei Steinpagoden und zwei vergoldete Buddhastatuen. Der Tempel wurde 528 von König Beopheung als Gebetstempel für seine Frau gegründet, aber verfiel später. Der heutige Bulguksa wurde 774 unter König Gyeongdeok und Premierminister Kim Dae-seong vollendet. Der Tempel wurde mehrfach renoviert aber brannte 1598 während des Imjin-Kriegs nieder. Ab 1604 begann der Wiederaufbau. 1969-1973 wurde er unter Präsident Park Chung-hee umfassend rekonstruiert und erhielt sein heutiges Aussehen. 1995 wurde er von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Busan - Jagalchi-Fischmarkt
Der Jagalchi-Fischmarkt in Busan ist ein geschäftiges Zentrum, das eine große Vielfalt an Fisch und Schalentieren anbietet. Der Markt erstreckt sich sowohl über überdachte Hallen als auch über Außenbereiche mit zahlreichen kleinen Ständen, an denen frischer Fang sowie getrocknete Meeresfrüchte verkauft werden. Die leuchtenden Farben der frischen Fische und Schalentiere sind ein besonderer Blickfang. Ein besonderes Highlight ist die Möglichkeit, den gekauften Fisch direkt zubereiten zu lassen und ihn in den darüber gelegenen Restaurants zu verzehren.
Busan - Haedong Yonggungsa Tempel
Der Haedong Yonggungsa-Tempel ist ein außergewöhnlicher buddhistischer Ort, der majestätisch auf den steilen Klippen direkt über dem Meer thront. Ursprünglich im Jahr 1376 erbaut, wurde der Tempel während des verheerenden Imjin-Krieges zerstört und erst 1930 wiederhergestellt. Seinen heutigen Namen erhielt er jedoch erst 1974, als der Mönch Jeongam von einem Traum berichtete, in dem er einen Buddha sah, der in weißem Gewand auf einem Drachen gen Himmel flog. Unter den noch erhaltenen Bauwerken des Tempels befinden sich die eindrucksvolle Daeungjeon-Halle sowie die Schreine Gulbeopdang und Yongwangdang. Bei unserem Besuch herrschte perfektes Wetter und verstärkte die friedliche Atmosphäre dieses heiligen Ortes.
Busan - entlang der Küste
Die Insel Dongbaekseom („Insel der Kamelien“) liegt am berühmten Haeundae-Strand in Busan. Dank eines rund um die Insel verlaufenden Wanderwegs lässt sie sich bequem erkunden. Dabei entdeckt man mehrere Sehenswürdigkeiten, darunter das Nurimaru APEC House. Zudem bietet Dongbaekseom einen fantastischen Blick auf die Gwangandaegyo-Brücke.
Anschließend fuhren wir zum Oryukdo Skywalk, einer gläsernen Aussichtsplattform mit beeindruckendem Blick auf die vorgelagerten Inseln und das offene Meer. Leider war der Skywalk aufgrund des schlechten Wetters geschlossen.
Daejeon - Hanbat Arboretum (한밭수목원)
Bei leichtem Regen besuchten wir das Hanbat-Arboretum, das mit dem Regierungskomplex von Daejeon und dem Wissenschaftspark verbunden ist. Als größtes von Menschenhand geschaffenes städtisches Arboretum erfüllt es gleich mehrere Aufgaben: Es dient als Reservoir für genetisch vielfältige Pflanzen, als ökologisches Lernzentrum für Schüler und als Ort der Erholung, an dem Besucher zur Ruhe kommen und in der stillen Atmosphäre der Natur verweilen können.
Daejeon - Jungang-Markt (대전 중앙시장)
Wie hätte es anders sein können: Auch in Daejeon zog uns der Markt magisch an. Der Jungang-Markt ist einer der repräsentativsten traditionellen Märkte der Stadt. Er erstreckt sich vom Bahnhof Daejeon bis zum Fluss Daejeoncheon und setzt sich aus zahlreichen kleineren Märkten und thematischen Bereichen zusammen – darunter eine Fischgasse, eine Hanbok-Straße, eine lebhafte Fressgasse und vieles mehr.
Jeonju - Hanok Village (전주한옥마을)
Das Jeonju Hanok Village umfasst rund 700 wunderschöne Hanok-Häuser und ist das größte sowie einzige traditionelle Hanok-Dorf Koreas, das sich inmitten einer Stadt befindet. Entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts rund um bedeutende Kulturstätten wie den Gyeonggijeon-Schrein, Omokdae und die konfuzianische Akademie Jeonjuhyanggyo, bietet das Dorf einen einzigartigen Einblick in Koreas Geschichte. Unser Hotel lag direkt am Dorf.
Jeonju - Gyeonggijeon Shrine (경기전)
Der Gyeonggijeon-Schrein wurde 1410 erbaut und beherbergt das Porträt von König Tae-jo, dem Gründer der Joseon-Dynastie. Nach Zerstörungen im Imjin-Krieg wurde die Anlage im Jahr 1614 restauriert. Heute begeistert der Schrein Besucher mit seiner eleganten Architektur und den ruhigen, grünen Baumhainen mitten in der Stadt. Auch wir besuchten die alt ehrwürdige Anlage.
Jeonju - Tigerfiguren
In Jeonju begegnet man Tigerfiguren überall als Teil der koreanischen Kultur und Geschichte. Sie erscheinen sowohl in traditionellen Darstellungen als auch in moderner Kunst und stehen als Symbol für Koreas Nationaltier, den Tiger, der heute leider fast ausgestorben ist. Hier einige Exemplare.
안녕히 계세요, 한국 annyeonghi gyeseyo, hangug! = Auf Wiedersehen Südkorea !