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IDA-Rambow_05-2025 - tomalex-on-tour.de

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„ Reisen veredelt den Geist und räumt mit unseren Vorurteilen auf " Oscar Wilde
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Mit der IDA Rambow durch Nord- und Ostsee
Zehn Tage, fünf Häfen und rund 2.500 Kilometer Seefahrt: Wir waren mit der IDA Rambow auf einer abwechslungsreichen Reise von Hamburg über den Skagerrak nach Tallinn (Estland), Rauma (Finnland) und zurück durch den  Nord-Ostsee-Kanal (NOK) nach Bremerhaven und dann weiter nach Hamburg unterwegs.

Das 149 Meter lange Containerschiff bietet Platz für bis zu 1.008 TEU. Gebaut wurde die IDA Rambow 2007 auf der Sietas-Werft in Hamburg als Unterbaureihe 168V. Die Baureihe 168 war mit 52 gebauten Schiffen der erfolgreichste Schiffstyp der traditionsreichen Werft. An Bord: 15 Mann Besatzung und 2 Gäste.

Die Route bot dabei eine interessante Mischung aus nationalen und internationalen Häfen, Ostseefahrt und der Passage durch den Nord-Ostsee-Kanal – eine abwechslungsreiche Reise auf den Spuren moderner Seeschifffahrt.

wohnen auf dem Schiff

Wir waren die einzigen Reisenden an Bord der IDA Rambow – mehr Passagiere sind auf dem Containerschiff nicht zugelassen. Jeder von uns hatte eine eigene Kabine auf Deck D, ausgestattet mit WC, Dusche, großem Bett sowie einem kleinen Wohnzimmer mit Eckbank, Schreibtisch und TV. Durch die Fenster hatten wir einen schönen Blick zur Seite und nach vorne.
Die Mahlzeiten wurden gemeinsam in der Messen auf dem Poopdeck eingenommen. Der Tagesablauf war durch feste Essenszeiten geprägt: Frühstück um 7:30 Uhr, Mittagessen um 12:00 Uhr und Abendessen um 17:00 Uhr. So entstand schnell ein angenehmer und unkomplizierter Bordalltag.
erste Erkundungen

Nachdem wir unsere Kammern bezogen hatten, erfolgte ein kurzer Rundgang mit anschließender Sicherheitseinweisung. Solange das Schiff an der Kaimauer liegt, darf das Vorschiff aufgrund möglicher Ladearbeiten nicht betreten werden. Unsere Bewegungsfreiheit war daher zunächst auf den hinteren Bereich des Schiffes beschränkt. Wir erkundeten die Brücke und beobachteten von dort aus das rege Treiben im Hafen aus gehobener Position.
Abendstimmung

Wir gingen am Sonntag an Bord, die Abfahrt sollte jedoch erst am Montag erfolgen. So konnten wir am Liegeplatz Burchardkai die Abendstimmung im Hamburger Containerterminal einfangen.
Auslaufen in Hamburg

Am späten Montagabend ging es dann endlich los. Wir nahmen zwei Lotsen an Bord und steuerten mit 684 Containern in Richtung Deutsche Bucht. Das dreimalige Hupen und die Auslaufmusik wie auf Kreuzfahrtschiffen gab es nicht. Dafür hatten wir einen schönen Blick auf Hamburg und auf das, was vor uns lag.
Lieblingsplatz

Unser Lieblingsplatz war die Brücke. Von hier aus hatte man den besten Blick auf das Schiff und die wunderschöne Umgebung. Frischer Kaffee, kühle Getränke und ein kleiner Snack waren jederzeit griffbereit. Der 1. Offizier Alex war immer gut gelaunt und versüßte uns mit seiner fröhlichen Art den Tag.
Schiffsrundgang

Animation gab es an Bord nicht – dafür bot der Schiffsrundgang eine schöne Möglichkeit, sich zu bewegen und das Schiff in Ruhe zu erkunden. Bei ruhiger See war ein Rundgang jederzeit möglich, lediglich bei starkem Seegang musste darauf verzichtet werden. Dabei war jedoch immer Vorsicht geboten, denn an Bord wurde gearbeitet und man musste auf laufende Arbeiten achten und die entsprechenden Bereiche meiden.
auf Reede gehen

Da die Einfahrt in den NOK noch nicht möglich war, gingen wir vor Kiel auf Reede. Das spektakuläre Ankerwerfen konnten wir direkt vor Ort beobachten. Die Wartezeit bis zur Einfahrt in den NOK wurde genutzt, um eine Reparatur an der Hauptmaschine durchzuführen. Gegen 3:30 Uhr morgens erreichten wir die Schleuse Kiel und fuhren in den NOK ein.
Schleusen

Auf unserer Rückfahrt nach Bremerhaven bzw. Hamburg erreichten wir schließlich das Highlight unserer Reise: den Nord-Ostsee-Kanal (NOK). Um in den NOK zu gelangen, mussten wir die Schleuse Kiel-Holtenau an der Ostsee passieren. Für die Weiterfahrt in die Elbe und anschließend nach Bremerhaven über die Wesermündung nutzten wir die Schleuse in Brunsbüttel.

Beide Schleusen gleichen die unterschiedlichen Wasserstände aus. Dabei werden sowohl die Gezeitenunterschiede der Elbe, mit einem Tidenhub von bis zu knapp vier Metern, als auch die wechselnden Wasserstände der Ostsee berücksichtigt. Kiel erreichten wir am frühen Morgen. Nach einer gut zehnstündigen Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal kamen wir schließlich in Brunsbüttel an.
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