Oman-Selbstfahrer-Rundreise-2026 / Abstecher nach Abu-Dhabi
Kaum ein Land vereint orientalische Tradition, beeindruckende Natur und entspanntes Reisen so harmonisch wie der Oman. Während unserer Selbstfahrerrundreise erkundeten wir das Sultanat in unserem eigenen Tempo und entdeckten dabei seine vielfältigen Landschaften. Die Route führte uns durch die Gebirgswelt des Hadschar-Gebirges, zu traditionellen Oasen, in malerische Wadis und in die endlose Weite der Wüste. Ebenso in Erinnerung geblieben sind uns die herzliche Gastfreundschaft der Omanis und die angenehmen Reisebedingungen. Dank der gut ausgebauten Straßen und des meist ruhigen Verkehrs ließ sich das Land hervorragend mit dem Mietwagen bereisen.
Rückblickend bot die Rundreise eine abwechslungsreiche Mischung aus Kultur, Natur und authentischen Reiseerlebnissen und zeigte uns die vielen Facetten des Omans.
Zum Ausklang unserer Reise verbrachten wir anschließend noch einige Tage in Abu Dhabi, wo wir die Eindrücke aus dem Oman entspannt ausklingen ließen und zugleich einen spannenden Kontrast zwischen traditioneller arabischer Kultur und moderner Metropole erleben konnten.

unser Fortbewegungsmittel
Wir legten auf unserer Reise über 1.000 Kilometer zurück. Unser treuer Begleiter auf dieser Strecke war ein Toyota Fortuner. Das Fahrzeug hatte zwar einige technische Macken und bereits rund 350.000 Kilometer auf dem Tacho, überzeugte jedoch mit seinem großen Hubraum und erstaunlicher Robustheit. Der hohe Spritverbrauch fiel bei den sehr günstigen Benzinpreisen von etwa 50 Cent pro Liter kaum ins Gewicht. Trotz seines Alters brachte uns der Wagen zuverlässig und ohne Pannen sicher durch das Land.
Für unsere Tage in Maskat entschieden wir uns schließlich für ein "kleineres" Fahrzeug. Wir erhielten einen Suzuki Pajero, ebenfalls schon etwas in die Jahre gekommen, aber nicht weniger zuverlässig. Auch dieses Auto erfüllte seinen Zweck und begleitete uns problemlos auf unseren weiteren Wegen.
Omans Ruinendorf / Birkat al-Mouz
Das Oasendorf Birkat al-Mouz liegt am Rand des Hadschar-Gebirges und zählt noch zu den weniger bekannten Reisezielen im Oman. Dabei bietet der Ort mit der historischen Ruinensiedlung Harat as-Saybani eine besonders interessante Sehenswürdigkeit. Die verlassenen Lehmhäuser vermitteln einen eindrucksvollen Eindruck vom Leben vergangener Zeiten und machen einen Spaziergang durch die ehemalige Siedlung zu einem besonderen Erlebnis.
Ebenfalls sehenswert ist das traditionelle Falaj-Bewässerungssystem, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und die jahrhundertealte Wasserwirtschaft der Region veranschaulicht.
Die Besichtigung der Ruinen erfolgt auf eigene Verantwortung. Da viele Gebäude verfallen sind und keine Absperrungen oder Sicherungen vorhanden sind, ist beim Erkunden besondere Vorsicht geboten.
Große Sultan-Qabus-Moschee / Maskat
Die Große Sultan-Qabus-Moschee in Maskat ist die Hauptmoschee des Oman und zählt zu den bedeutendsten Bauwerken des Landes. Mit einer Kapazität von rund 20.000 Gläubigen gehört sie zu den größten Moscheen der Welt. Die beeindruckende Architektur, die kunstvollen Verzierungen sowie die weitläufige Anlage machen sie zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Oman.
Auch Nicht-Muslime können die Moschee zu den ausgewiesenen Besuchszeiten besichtigen. Dabei ist angemessene Kleidung vorgeschrieben; Schultern und Knie müssen bedeckt sein, Frauen müssen zusätzlich ein Kopftuch tragen. Besucher bewegen sich auf den dafür vorgesehenen Wegen und Teppichen. Die Gebetshalle darf außerhalb der freigegebenen Bereiche nicht betreten werden, und religiöse Gegenstände wie der Koran sind mit Respekt zu behandeln und nicht zu berühren.
Ein Besuch der Großen Sultan-Qabus-Moschee bietet einen eindrucksvollen Einblick in die islamische Architektur und Kultur und zählt zu den Höhepunkten einer Reise in den Oman.
Präsidentenpalast Qasr Al Watan / Abu Dhabi
Der Besuch des Präsidentenpalasts Qasr Al Watan war ein echtes Highlight. Die riesigen Hallen, die aufwendig gestalteten Kuppeln und die filigranen Verzierungen vermitteln einen eindrucksvollen Einblick in die arabische Architektur und Kultur. Besonders beeindruckend war die Kombination aus prachtvoller Gestaltung und moderner Funktion als offizieller Regierungspalast.
Technisch ist der Palast ebenso bemerkenswert: Er wurde 2019 für Besucher geöffnet, umfasst eine Fläche von rund 380.000 Quadratmetern und besitzt eine zentrale Kuppel mit einem Durchmesser von etwa 37 Metern und hat damit eine der größten Palastkuppeln der Welt. Für den Bau wurden unter anderem weißer Granit und Kalkstein verwendet sowie Tausende kunstvoll gefertigte Mosaike und Ornamente verarbeitet.
Scheich-Zayid-Moschee / Abu Dhabi
Die Scheich-Zayid-Moschee gehört zu den beeindruckendsten Bauwerken, die wir in Abu Dhabi gesehen haben. Schon von Weitem fallen die 82 strahlend weißen Marmorkuppeln und die vier rund 107 Meter hohen Minarette ins Auge. Die Moschee wurde zwischen 1996 und 2007 erbaut und bietet Platz für mehr als 40.000 Gläubige.
Auf einer Fläche von über 22.000 Quadratmetern erstrecken sich weitläufige Innenhöfe und Gebetshallen, die mit Marmor aus verschiedenen Ländern, kunstvollen Mosaiken und filigranen Blumenornamenten verziert sind.
Im Inneren beeindrucken riesige Kristall-Kronleuchter sowie einer der größten handgeknüpften Teppiche der Welt, der mehrere tausend Quadratmeter misst.
Nicht-Muslime sind willkommen – mit angemessener Kleidung und dem nötigen Respekt für diesen besonderen Ort.